Posts by Michael Käfer

    Sehr geehrter Herr @Luigi Avaro,


    nun melde auch ich mich einmal zu Wort.


    Nachdem ich der angesprochene Polizeidirektor bin, denke ich es ist mein gutes Recht, mich zu dieser Situation zu äußern. Im Allgemeinen sei gesagt, dass das angesprochene Verhalten der Polizei in Bezug auf die Beamtenanzahl, absicherung, taser etc. strikt nach Lehrbuch und Ausbildungskatalog ist.


    Grund der Kontrolle war, wie bereits selbst schon erwähnt, das Wenden auf der Autobahn.

    Meine Kollegen und ich haben uns deshalb dazu entschlossen, Sie beide getrennt nach Ausweispapieren etc. zu kontrollieren und eine Allgemein Personen- und Verkehrskontrolle durchzuführen, soweit so gut.


    Ich hatte das Vergnügen mit Ihrem Kollegen (Fahrer), dieser war mir gegenüber sehr freundlich und hat mir alle Dokumente ausgehändigt. Nach einem kurzen und durchaus sehr angenehmen Gespräch habe ich mich dazu entschlossen, ihn als Fahrer nicht für das Wenden zu belangen, sondern lediglich eine kleine mündliche Verwarnung auszusprechen. Allerdings mit dem klaren Hinweis, dass ich ihm eigentlich seinen Führerschein abnehmen müsste.


    Wie in diesem Text schon mal erwähnt, soweit so gut.

    Ich händigte Ihrem Kollegen also im Handumdrehen seine Papiere wieder aus, er war glücklich und wir sind zu Ihnen zurückgekehrt, Sie befanden sich hier allerdings noch in der Kontrolle mit meinen beiden Kollegen.


    Als also das gleiche Prozedere wie bei Ihrem Kollegen abgelaufen ist, wurde festgestellt, dass Sie wegen §1StGB - Wirtschaftskriminalität - Abs. 2 - Autodiebstahl zur Fahndung bei der Polizei ausgeschrieben sind.

    Sie wurden von meiner Kollegin freundlich mit der Bitte um eine Erklärung darauf hingewiesen, dass Sie gesucht werden. Nun kommen wir dennoch zum interessanten Part der ganzen Geschichte.


    Sie machten dabei eher fadenscheinige Aussagen, wiesen uns darauf hin, dass es ja nur das Fahrzeug Ihres Kollegen war. Komisch kam uns dabei nur vor, dass Sie Ihren Kollegen mehr oder weniger zu einer Aussage die zu Ihrer passte drängen mussten. Des Weiteren haben Sie sich Kommunikativ nicht gerade von Ihrer besten Seite gezeigt. Sie haben meine Kollegin (Kontrollbeamtin) dauerhaft unterbrochen, Sie auf Ihr recht aufmerksam gemacht an Ihrem Eigentum machen zu dürfen was Sie wollen. Was Sie allerdings in Ihrer Phase des aufgebracht seins vergessen hatten, war das die Kollegin Ihnen eigentlich nur erklären wollte, dass Sie sich umgehend bei der Polizei melden sollen, wenn Ihre Tür klemmt.


    Nun habe ich also das Wort ergriffen und Ihnen nochmals vergeblich versucht zu erklären, dass Sie selbstverständlich Ihre Tür aufbrechen können, solange diese auch wirklich Ihnen gehört. Allerdings müssen Sie sich dann sofort bei der Polizei melden, da wir ansonsten nicht mehr nachvollziehen können, ob Ihre Geschichte auch nur im Ansatz wahr ist. Leider haben Sie sich mit der Zeit immer uneinsichtiger gezeigt und die ganze Maßnahme zwischenzeitlich sogar als Zitat: "Lächerlich" betitelt.


    Wir als Streifenbesatzung haben uns dann dazu entschieden, Sie mit auf das Polizeihauptquatier zu nehmen, da diese Situation augenscheinlich nicht vor Ort zu klären ist. Leider wurde Ihre Einsicht darauf hin nicht besser, ich legte dann einen etwas strafferen Ton an und machte Ihnen klar, das Sie Ihre Chance das an Ort und Stelle zu klären vergeben haben und Sie uns nun begleiten. Wegen Ihrem vorherigen Verhalten habe ich mich persönlich dazu entschieden Sie zum leichten Transport in Handschellen zu legen.


    Und nun begann die allgemein Uneinsichtigkeit, Sie haben sich verbal stark gegen die Maßnahme gewehrt, äußerten sich negativ gegenüber mit persönlich Zitat: "Hat ein Polizeidirektor nichts Besseres zu tun, als mich jetzt hier festzunehmen wegen nichts" usw. usw. Ich legte also einen noch strengeren Ton an und machte Ihnen klar, dass Sie nun bitte wie bereits zum zweiten Mal gebeten, die Hände hochnehmen sollen. Als Sie auch dieser Aufforderung nicht nachgekommen sind, nahm mein Kollege Herr Wallander den Taser in die Hand um mich abzusichern. Es geschehen noch Zeichen und Wunder, Sie nahmen nach der dritten Aufforderung endlich die Hände mit den Worten "Ist das Lächerlich" hoch.


    Auch auf der Fahrt ins HQ haben Sie sich weder freundlich noch kooperativ gezeigt, Ihre Rechte mussten Ihnen mehrmals vorgelesen werden, da Sie das Zuhören provokant vermieden. Wiederholten allerdings mehrmals wie lächerlich doch alles sei und machten erneut Anspielungen auf meinen Rang.


    Nun gut, Sie wurden im HQ an die Justiz übergeben und damit war die Arbeit für die Exekutive erledigt.


    Mein Abschlusswort nach diesem elendig lagen Text:


    "Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen schmeißen" - das hat mir meine Großmutter einmal beigebracht.


    Ich denke, dass ich hier auf der Insel durchaus als eine Person bekannt bin, mit der man immer reden kann! Allerdings nur dann, wenn man mir vernünftig gegenüber tritt. Das Sie das nicht können, beweist mir nochmals dieser Brief in dem Sie mich öffentlich an den "Pranger" stellen. Ich persönlich bin der Meinung, dass man alles in einem normalen Gespräch hätte klären können.


    Ich wünsche Ihnen dennoch nur das beste,


    liebe Grüße


    Michael Käfer

    Polizeidirektor

    Mitglied der Polizeileitung