Posts by Dr. John Jackson

    Wir freuen uns verkünden zu dürfen, dass die zivile Organisation "Erste-Hilfe-Team" (EHT), mit Wirkung zum 09.04.2021 23.00 Uhr, ein lizenzierter Kooperationspartner von "Die Abramier" Rettungsdienst Nordholm ist.

    Wir freuen uns auf eine produktive Kooperation!

    Wir freuen uns verkünden zu dürfen, dass die zivile Organisation "Medics außer Dienst" (MaD), mit Wirkung zum 05.04.2021 23.00 Uhr, ein lizenzierter Kooperationspartner von "Die Abramier" Rettungsdienst Nordholm ist.
    Wir freuen uns auf eine produktive Kooperation!

    Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,


    der Rettungsdienst wird täglich mit einer Vielzahl an Notrufen konfrontiert. Aufgrund von begrenzten Kapazitäten kann es vereinzelt vorkommen, dass es uns nicht möglich ist, umgehend auf jeden Notruf zu reagieren. Für solche Fälle haben sich zivile Organisationen gebildet, welche uns als Rettungsdienst unterstützen, indem sie als First Responder zu Notfällen fahren und Erste-Hilfe leisten.

    Im Zuge einer ausgedehnten Kooperation mit dem Rettungsdienst werden diese Einheiten über unsere Leitstelle disponiert und mit grundlegenden Informationen versorgt.


    Welche Informationen werden weitergeleitet?

    - Einsatzort --> z.B. Wallenfells Marktplatz

    - Einsatzstichwort / grobe Schilderung der Lage --> z.B. Bewusstlose Person, Verkehrsunfall

    - Weitere Kräfte --> z.B. RTW, Pol, RAC

    Es werden keine Informationen bzgl. des Patientennamen, Eingangszeitpunkt des Notrufs oder sonstige mit dem Auftrag übermittelte Daten herausgegeben.


    Diese zivilen Hilfsorganisationen genießen nicht die Immunität des Rettungsdienstes, haben sich jedoch gleichermaßen neutral zu verhalten. Sie sind nicht befugt, die von uns erhaltenen Informationen an Dritte weiterzureichen.


    Welche Organisationen eine solche Kooperation mit dem Rettungsdienst haben werden nachfolgend veröffentlicht.

    Wir bedanken uns bei unseren Kooperationspartnern für deren Einsatz, um schnellere medizinische Hilfe auf Nordholm zu ermöglichen!

    Datum: 15.07.2020 - 21:40
    Einsatzörtlichkeit: ZNA

    Eingesetzte Kräfte: HLF1, HLF 2, GW-San, RTW, FR

    Einsatzdauer: ~20 Minuten

    Einsatzleitung: Florian Frase

    Großbrand 15.07.2020


    Am 15.07.2020 gegen 22.42 Uhr brach aus ungeklärter Ursache ein Brand in der ZNA aus. Es kam zu massiver Rauch- und Hitzeentwicklung. Mehrere Personen konnten die ZNA noch selbstständig verlassen, ein Polizist musste vorübergehend am Brandherd zurückgelassen werden.
    Gegen 22:43 Uhr drangen erste Kräfte der Feuerwehr unter PA zur Personenrettung in den Behandlungsraum 1 vor. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Brand bereits massiv ausgebreitet.
    Gegen 22:44 Uhr wurde ein Vollalarm für den Katastrophenschutz ausgerufen und Überlandhilfe angefordert. Zu diesem Zeitpunkt standen die Behandlungszimmer 1-3, sowie das Foyer bereits im Vollbrand. Mehrere der geretteten Personen litten unter Symptomen einer Rauchgasvergiftung, weswegen die Leitstelle beschloss auf einen MANV (Massenanfall an Verletzten) zu erhöhen. Daraufhin wurde ein Vollalarm für den Rettungsdienst gegeben und die ZNA endgültig als Patientenanlaufstelle geschlossen.
    Um 22:45 Uhr wurde eine Bevölkerungswarnung herausgegeben.
    Gegen 22:47 Uhr war der Katastrophenschutz, die Feuerwehr und der Rettungsdienst mit sämtlichen verfügbaren Kräften vor Ort, ebenfalls befanden sich Unterstützungskräfte von RAC und Polizei an der Einsatzstelle. Bei einer weiteren Sichtung des Gebäudes musste festgestellt werden, dass der Brand auf den Schockraum, den Pausenraum, die vollständige Notaufnahme und Teile der Fahrzeughalle übergegriffen hatte. Auch im 1. OG über der Fahrzeughalle konnte massive Hitzeentwicklung festgestellt werden.
    Es gelang gegen 22:52 Uhr die restlichen Einsatzfahrzeuge aus der Fahrzeughalle zu extrahieren, hierbei mussten jedoch die Tore gewaltsam geöffnet werden.
    Gegen 22:55 Uhr wurde festgestellt, dass auch die Behälter für biologische Abfälle außerhalb des Eingangsbereiches Feuer gefangen hatten. Die Verletzten wurden in einer Feldlazarett versorgt und anschließend evakuiert. Es wurde glücklicherweise niemand schwerer verletzt.

    Der Brand konnte gegen 22:58 Uhr unter Kontrolle gebracht werden, nachdem die Sprinkleranlage ausgelöst hatte.
    Warum die Sprinkleranlage nicht sofort auf den Brand reagierte und erst nach wiederholter manueller Aktivierung auslöste ist unklar.
    Die Brandursache konnte durch die Einsatzkräfte bisher nicht festgestellt werden.



    J. Jackson

    Leitstelle Rettungsdienst/Feuerwehr

    Datum: 09.07.2020 - 21:20
    Einsatzörtlichkeit: Müllhalde bei Rabenstein

    Eingesetzte Kräfte: HLF, GW-KatS, RTW, RTW

    Einsatzdauer: ~70 Minuten

    Gefahrgutaustritt 09.07.2020


    Am 09.07.2020 kam es an der Müllhalde bei Rabenstein zu einem Gefahrgutaustritt.

    Gegen 21.10 reagierte der Notdienst der Pipeline-Gesellschaft auf ein gemeldetes Leck. Im Zuge von Arbeiten an der Pipeline wurde von Arbeitern versehentlich in eine der Leitungen hinein geflext. Nach eintreffen vor Ort alarmierte der Notdienst gegen 21.20 Uhr die Feuerwehr über einen Austritt eines unbekannten Stoffes.

    Aufgrund massiver Überlastungen der BOS-Institutionen trafen die ersten Kräfte des Katastrophenschutzes gegen 21.43 Uhr vor Ort ein, daraufhin wurden Kräfte der Polizei angefordert. Nach einer ersten Lagesichtung konnte folgendes festgestellt werden: Austritt eines unbekannten, dickflüsigen, grünlichen und ätzenden Stoffes aus einer Pipeline-Überführung. Das angrenzende Betriebsgebäude wurde noch vor Eintreffen weiterer Kräfte durch die Einsatzleitung begangen. Es zeigte sich, dass die Anlage schon längere Zeit verlassen war und die Einrichtung dementsprechend verfallen war.

    Während der Sichtung ereignete sich ein Zwischenfall mit parkenden PKWs der zu mehreren Verletzten führte. Während der Versorgung der Verletzten stellte sich heraus, dass bereits mehrere Personen mit dem Stoff in Kontakt getreten waren.


    Gegen 21.55 Uhr trafen ein GW-KatS und ein RTW an der Einsatzstelle ein. Ein schwer Verletzter kontaminierter Patient wurde umgehend in die ZNA evakuiert.
    Nach Absicherung der Einsatzstelle wurden Maßnahmen zur Eindämmung des Austritts ergriffen. Im Zuge der weiteren Erkundung wurde die Zentralschaltung der elektronischen Systeme identifiziert. Währenddessen wurde ein Behandlungsplatz eingerichtet und mehrere Personen mit leichten Verätzungen behandelt.

    Nach der Auswertung aufgetauchter Schaltpläne konnte die Notschaltung identifiziert und die Anlage abgeschaltet werden. Der restliche Pipeline Inhalt und der aufgefangene Austritt wurden in zivile Tanklaster abgepumpt und der Gefahrgutbeseitigung übergeben. Gegen 22.20 Uhr trafen Unterstützungskräfte des RAC mit einem Tanklaster ein, diese wurden schlussendlich jedoch nicht mehr benötigt.


    Während den Abpumpmaßnahmen durchbrach eine Arbeiterin den Schutzbereich und kehrte in den Gefahrenbereich zurück um ihr Essen zu holen. Nach dem sie diese kontaminierte Nahrung zu sich genommen hatte verschlechtere sich ihr medizinischer Zustand rapide. Sie wurde durch einen nachalarmierten RTW in die ZNA evakuiert, durch die schnelle Reaktion der Einsatzkräfte kam es zu keiner permanenten Schädigung.


    Gegen 22.28 Uhr wurden die Maßnahmen des Katastrophenschutzes abgeschlossen und die Einsatzstelle an den Bevölkerungsschutz und ein Fachunternehmen zur Dekontamination übergeben.


    Während des ganzen Einsatzes bestand eine äußerst dünne Informationslage. Erst spät wurde die Einsatzleitung informiert, dass die drei Pipeline Heizöl, destilliertes Wasser und Ethen enthalten sollen. Im Zuge einer Stoffanalyse konnte die austretende Flüssigkeit als Ethen haltig identifiziert werden. Die genaue Zusammensetzung des Stoffes konnte bis zum Einsatzende nicht geklärt werden. Es stellte sich bei Einsatzende heraus, dass die Anlage bereits seit mehr als 15 Jahren hätte abgeschaltet sein sollen. Warum sie weiterhin in Betrieb war und wie und womit die Ethen-Leitung verunreinigt wurde konnte nicht festgestellt werden.






    J. Jackson

    Einsatzleitung Rettungsdienst/Feuerwehr