Posts by Dallas O Conner

    Schönen guten Abend,


    ich melde mich nun auch mal dazu zu Wort.


    Das Ende vom Lied war das ich angezeigt wurde wegen der Herstellung des Rums.

    Das ist auch korrekt so, wieso sollte man nicht angezeigt werden? Die Staatsanwaltschaft, sowie deren Ermittlungspersonen (Polizei) unterstehen dem Legalitätsprinzip, d.h. sobald wir Kenntnis einer Straftat erlangen, müssen wir diese auch verfolgen und zur Anzeige bringen. Wir legen das Strafmaß hierbei nicht fest, wir tragen lediglich die begangenen Verbrechen/Vergehen in die Anzeige ein die unserer Auffassung nach begangen wurden.

    ich habe mich nach einer Zeit gestellt.

    Dies sollte sich i.d.R. Strafmildernd auswirken und sollte von den Kollegen auch so vermerkt werden, d.h. hier gibt es wieder Spielraum von Seite der Zivilisten aus, die Strafe für einen selber zu mildern oder zu maximieren je nach Verhalten, welches wir auffassen.

    Meine persönliche Meinung ist das die Cops um jeden Preis einen dran bekommen wollen egal ob man es gemacht hat oder nicht.

    Das ist der Sinn des Legalitätsprinzips, wir handeln auf Basis unserer Erkenntnisse, etwaige Rechtfertigungsgründe, Schuldmilderungs- oder ausschlussgründe müssen vor der Judikative glaubhaft dargelegt werden.

    Es wäre schön wenn man sich mit RP mit realistischem RP rausreden könnte vllt nicht immer aber öfters wie es momentan ist. Egal ob man eine illegale Waffe dabei hat, Drogen oder auch Spirituosen geladen hat. Derzeit ist man bei wirklich jeder Kontrolle am arsch egal welche Mühe man sich RP gibt

    Im echten Leben kannst du dich auch erstmal schlecht aus sowas rausreden, da nun mal Tatsachen gegen dich sprechen, die entsprechende Verdachtslagen (Anfangsverdacht, hinreichender- oder dringender Tatverdacht) rechtfertigen, auf deren Basis wir handeln.


    Jedoch unterliegen wir neben dem Legalitätsprinzip auch dem Opportunitätsprinzip, welches uns Spielraum für persönliches Ermessen bietet. Demnach kann die Polizei sowie die Ordnungsbehörden ihre Maßnahmen nach Ermessen treffen und somit aus mehreren gleich wirksamen Mitteln wählen. Dies ist uns jedoch nur bei der Ahndung von Bußgeld Ordnungswidrigkeiten (BOwi's) gestattet, die wir auch selber vollstrecken können. Demnach könnten wir zum Beispiel aufgrund der individuellen Umstände einer Person von einem Bußgeld, wegen der Missachtung eines Verkehrszeichens, absehen (Bei gutem RP zum Beispiel) oder das Bußgeld mindern. Dies kommt auch häufig vor, wie ich es betrachten konnte.

    Allerdings hat das nichts mehr mit Roleplay zu tun finde ich persönlich.

    Es wäre natürlich schade, wenn du so wie beschrieben handeln würdest, dann würde das RP natürlich komplett flöten gehen.

    Ich denke mal das viele Leute aber auch nicht verstehen, dass wir nicht jeden für alles und jeden Scheiß drankriegen wollen, sondern, dass das unser Job und unser RP als Polizei ist. Wir sind dazu angehalten Straftaten zu ahnden und zur Anzeige zu bringen, dabei machen wir unser RP als Polizisten (Identitätsfeststellungen, erkennungsdienstliche Maßnahmen, Durchsuchungen). Wenn wir nun Ordnungswidrigkeiten ahnden, z.B. an Kontrollstellen oder bei allgemeinen Verkehrskontrollen, dann gibt uns das natürlich einen Ermessensspielraum den wir nutzen können um Bußgelder nicht zu vollstrecken, Alternativen zu finden oder das Bußgeld zu minimieren.


    Das war es soweit von meiner Seite aus, schönen Abend allesamt.


    Mit freundlichen Grüßen,


    Dallas O'Conner

    Abend zusammen,


    Ich habe den Großteil der Kommentare hier verfolgt, jedoch auf der zweiten Seite etwas nachgelassen, daher nimmt es mir bitte nicht übel, falls dieser Vorschlag schon gekommen sein sollte.


    Einmal ein Beispiel, wie es im echten Leben abläuft, wodurch die Strafzumessung für weniger Frust sorgen könnte. Die Geldstrafe wird in Tagessätzen berechnet, dabei wird jedoch immer auf die Person individuell geschaut um den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit (GdV) zu wahren. Diese Zusammensetzungen berechnet sich wie folgt:


    Schwere der Tat = Anzahl der Tagessätze

    Einkommen = Höhe der Tagessätze

    ------------------------------------------------------------

    = Geldstrafe


    Das ganze geht nach dem Leitsatz: "Bei gleicher Schuld soll sich die Strafe verhältnismäßig gleich anfühlen (Individuelle Berechnung)". Es bringt ja wenig wenn jemand mit 10 Mio. Vermögen eine Strafe von 100k zahlen soll und jemand mit 120k Vermögen die gleiche Strafe zahlen soll. Der Sinn dahinter ist wie oben bereits gesagt, die Strafe soll sich für jeden gleich "hart" anfühlen, dabei jedoch verhältnismäßig bleiben. Somit zahlt der mit 10 Mio. Vermögen dementsprechend dann z.B. 1 Mio. (10% seines Vermögens) und der mit 120k dann 12k (10% seines Vermögens).


    Hierbei ist zu beachten, dass dies lediglich GELDSTRAFEN sind. Freiheitsstrafen, Nebenstrafen, Nebenfolgen, Einziehung sind hiervon ausgenommen.


    Die Hauptstrafe kann Geldstrafen (gemäß §§40-43 StGB) beinhalten, ebenso wie Freiheitsstrafen (gemäß §§ 38,39 StGB). Die Nebenstrafe (z.B. §44 StGB), sowie die Nebenfolge, setzen beide eine Hauptstrafe voraus um vollstreckt zu werden. Die Einziehung (§§ 73 ff. StGB) ist hierbei KEINE STRAFE.


    So, lange Rede kurzer Sinn, vielleicht wäre es ja möglich, diese individuelle Berechnung lediglich bei der Geldstrafe in Tagessätzen umzusetzen.