Stimmverbesserung

  • Hallo zusammen,


    Ich habe aktuell große Probleme um meine Stimme richtig nachzubearbeiten.


    Gibt es jemand, der sich damit gut auskennt und der mir damit etwas helfen könnte?


    Würde mich darüber sehr freuen. :love:

  • Meine erste Frage wäre es, ob meine Software stimmt, ich benutze Audacity zur Stimmaufnahme und auch zur Weiterverarbeitung. Benutze ich schon das richtige oder gibt es da etwas besseres?


    Die Rohdatei an sich ist auch nicht gut, sprich es hört sich sehr weit weg an, es gibt ein hohes grundrauschen und es wird jeder kleinste Sound aufgenommen.

    Nachbearbeiten tue ich das ganze mit der Regulierung des Basses, Höhen und Tiefen sowie ein Equelazier, Kompressor und die Rauschentfernung.

    Durch meine nicht vorhandenen Kenntnisse wie man welches Tool richtig anwendet, verstärkte ich die oben genannten Probleme eher, statt sie zu verringern.


    Kurz meine Hardware:

    Mikro: Rode NT1-A

    Mischpult: Behringer QX1002USB Xenyx Premium 10.

  • Die "basslastige Stimme" meldet sich auch mal zu Wort :D



    Du solltest versuchen so viel wie möglich schon bei deinem Mischpult zu regeln. Am besten um das Grundrauschen rauszubekommen ein Gateway/Lowcutfilter setzen, sodass auch nur ein Sound kommt, wenn du sprichst.


    Wenn es sich weit weg anhört, solltest du deine Akustik im Raum überprüfen, hallt es im Zimmer? Ist es voll mit Möbel? Das spielt eine wichtige Rolle für gute Aufnahmen.


    Das NT1-A ist ein Nierenmikro. Bedeutet es nimmt alle Geräusche von vorne und auch leicht von der Seite auf. Am besten löst du das Problem der Hintergrundgeräuschen mit:

    • setzen eines Gateways/Lowcutfilters
    • Positionieren des Mikrophones so, dass du direkt in die Niere sprichst. (Da ist drunter in der Regel ein kleines Symbol, so ähnlich wie ein Kreis)

    In der Regel sollte auch schon ein Mikrophonarm aushelfen. (Bei mir zumindest) um die z.B. Tastatur oder Mausgeräusche auszublenden.


    Klein aber unterschätzt (so war das bei mir der Fall) ist auch der Windschutzschaum, die hat bei mir 85 % der Hintergrundgeräusche entfernt. Kommt aber auch wieder auf die Raumakustik, etc. an.


    Und wie heißt es am Ende so schön: "Weniger ist mehr!"


    Falls du ein Compensator drinne hast, setze den am besten so niedrig wie möglich, das verstärkt sonst zu sehr die Hintergrundgeräusche und lässt dich schnell übersteuern. Aber richtig dosiert, macht das auf jeden Fall (gerade wenn du anfängst zu sprechen) eine schöne verstärkung der Stimme.


    Am EQ würde ich nur groß was ändern, wenn es wirklich was bringt. Wenn du deine Stimme besser findest ohne EQ, dann lass ihn einfach raus und mach das in der Nachbearbeitung.




    Ich hoffe da sind ein paar Hilfreiche Tipps dabei, sonst können wir uns am Wochenende gerne mal zusammen setzen :D

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    Nico Krähmer

    Polizeikommissaranwärter, PKA

    Leiter der Abteilung Verkehrsüberwachung | BAG





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  • Die Rohdatei an sich ist auch nicht gut, sprich es hört sich sehr weit weg an, es gibt ein hohes grundrauschen und es wird jeder kleinste Sound aufgenommen.

    Auch wenn das vllt jetzt etwas laienhaft rüber kommt, aber für mich sieht das einfach nur so aus, als ob du in Windows einen viel zu hohen Pegel für dein Mikrofon eingestellt hast.

    Ich hatte das Problem auch eine Zeit lang, weil ich einfach keine Ahnung hatte und dann habe ich einfach folgendes gemacht:


    Ich habe das Mikro möglichst nah vor mir platziert damit ich direkt reinspreche. Den Pegel in Windows habe ich dann auf 10 gestellt. Der ist standardmäßig auf 100 gewesen. Das führt dazu dass dein Mikro krass empfindlich ist, alles aufnimmt, alles dröhnt und es rauscht die ganze Zeit.

    Ich weiß jetzt nicht ob du das schon mit dem Pegel gemacht hast aber das ist eig. von dem was ich weiß erst einmal der einzige Grund warum diese Probleme alle auf einmal auftreten und so stark.

    Also einfach mal in die Soundoptionen von Windows gehen "Aufnahme" auswählen, dann das Mikro was du hast, rechtsklick, Eigenschaften, Pegel und mal ganz weit runter stellen.

    Seitdem habe ich kein Rauschen mehr, kein Dröhnen, es wird nur das aufgenommen was ich sage usw.

  • Erstmal danke an alle die sich gemeldet haben, aus jedem Beitrag kann ich was Sinvolles mitnehmen.


    Wenn mein PC wieder da ist, muss ich das mal ausprobieren und werde Rückmeldung geben wenn es geklappt hat.


    Nico Krähmer ich werde mir das mit der Ausrichtung mal anders machen. Aktuell habe ich das Mikrophon falsch herum, sprich der Goldene Punkt zeigt nach hinten (ich wusste gar nicht das das Mikro vorne und hinten hat :D) und mein Mikrophon ist so in dem Arm das es Quai seitlich liegt, wenn du sagst es nimmt auch leicht seitliche Töne auf, sollte ich es mal aufrichten, damit es die Tastatur von unten dann nicht aufnimmt.


    Auch die Dinge mit dem Kompressor und dem Eq werde ich mal ausprobieren.


    Laiko Byte den Pegel habe ich schon heruntergenommen, allerdings nicht auf 10, vielleicht sollte ich aber genau das auch mal versuchen das könnte echt noch was bringen.

  • Hi Bruger, ich meld mich auch noch kurz. Ich besitze selber auch noch das Rode Nt1A, früher auch ein Behringer- mittlerweile eine Yamahamischpult. Das wichtigste beim Rode, wenn du eine basslastige Stimme haben willst, wie Krähmer schon sagte, je näher desto besser. Is ja n' Großmembraner, also je näher du bist, desto leiser kannst du's auch einstellen, desto weniger Raumklang nimmt es auf. Den maximalen Bass kriegst du raus, wenn du von leicht oben in richtung des goldenen Punktes sprichst, also direkt im Mittelpunkt der Nierencharakteristik. Da das Mic ja mit dem Popschutz sehr viel Platz wegnimmt, habe ich das auch irgendwann seitlich gedreht, geht genauso, nur wichtig, GOLDENER PUNKT xD. Wenn der leicht nach oben zeigt, bis zu einem 45° Winkel, nimmt das die Tastatur auch sehr wenig auf.


    Solltest du noch irgendwie Fragen haben, kannst dich auch gerne bei mir melden, wörtlich geht bekanntlich besser als schriftlich.


    MfG Joko